Windows 8

In einem Satz

Windows 8 kommt als Beta am 29.2.12, wir halten Sie informiert über die neueste Entwicklung des nächsten Microsoft Betriebssystems.

Ausführliche Beschreibung

 (Quelle)

Auf der build-Konferenz wurde am 13.9.11 um 18.00 unserer Zeit in der Keynote Windows 8 ein wenig näher vorgestellt. Die Übertragung wurde aufgezeichnet und kann hier angesehen werden.

Windows 8 ist nicht nur der Beta-Name des nächsten Windows Clients sondern auch des Windows Servers.

Das Logo scheint final zu sein und zeigt, dass die 8 als offizieller Name wohl auch verwendet werden wird.

Aus der Keynote haben wir einige Infos und ScreenShots für Sie zusammengetragen:

Stark an die Kachel-Oberfläche (Tiles) von Windows Phone 7 angelehnt ist das sogenannte Metro-Design. Selbiges ist voll auf Touch ausgelegt und zeigt damit ganz klar die Zielgruppe von Windows 8 auf: Consumer und Anwender mit coolen neuen Devices und weniger die Büroanwender, die hautpsächlich in Business-Applikationen mit Monitor arbeiten werden. Damit ist auch klar, dass Microsoft nicht unbedingt davon ausgeht, dass die meisten Unternehmen, die derzeit Windows 7 einführen werden, direkt auf Windows 8 migrieren. Dies werden wohl eher innovative und technologiebegeisterte Business-Strategen oder eben Privatanwender sein.

Diese Kacheln sind meist nicht nur einfach Bilder, sondern können live Inhalte anzeigen. Hieraus ergibt sich ein neues Potenzial für Entwickler und ihre Anwendungen. Anwender können sich wie beim Windows Phone ihre Kacheln selbst zusammenstellen und unterschiedliche Startbildschirme definieren.

Der klassische Windows-Desktop lässt sich auf Wunsch weiterhin nutzen. Über eine schmale vertikale Leiste rechts am Monitor, dem so genannten Charm, wird z.B. die Suche eingeblendet. Von links lassen sich laufenden Anwendungen ein"wischen".

Da die derzeitige Versionsnummer von Windows 7 eigentlich 6.1 ist, Windows Phone 7 dagegen mit dem Mango-Update auf 7.5 geht, lässt sich auch hieraus schließen, dass Windows 8 viel vom SmartPhone-Betriebssystem haben wird.

Alle Anwendungen, die unter Windows 7 laufen, werden auch unter Windows 8 laufen. Daraus schließt sich, dass sich die Architektur nicht erneut geändert hat.

Auch ein Image-basierts Deployment mit WIM (Windows Imaging) wird weiterhin unterstützt.

Natürlich werden auch Konzepte eingebaut sein in Windows 8, die wir derzeit in anderen Applikationen sehen: das Ribbon erhält Einzug in den Windows Explorer:

Wichtigste Funktionen / Features

Performance und Speichernutzung

  • Microsoft hat den Boot-Vorgang von Windows 8 deutlich beschleunigt durch einen Hybrid-Boot-Mode. Eine Mischung vom bislang verwendeten Ruhezustand und Herunterfahren. Die Sitzung des Nutzers ("user session") wird zwar vollständig beendet, die Systemkomponenten ("system session") wie Kernel und Treiber werden aber auf Festplatte (hyberfile.sys) gespeichert und beim Booten direkt in den RAM geladen.
    Der BIOS-Nachfolger UEFI für sichere Bootvorgänge wird unterstützt.
  • Weniger RAM nötig (Speicher-Footprint): WIndows 8 ist optimiert für leistungsschwache Rechner und kommt mit weniger Arbeitsspeicher (256 MB!) aus.
  • Bessere Speichernutzung:
    Bei frisch installiertem Windows 7 SP1 laufen standardmässig 32 Prozesse, CPU-Auslastung 5 %, Speicherauslastung 39 %. Bei Windows 8 laufen 29 Prozesse, CPU-Auslastung 1 %, Speicherauslastung 27 %
    Die Anzahl der benötigten Dienste wurde um 13 reduziert.
  • Memory Combining: Ähnlich einer Dedduplizierung wird auch im Arbeitsspeicher geprüft, ob redundante Inhalte geladen sind und diese werden dann nur einmal gehalten.
  • Prioritization of Memory: Anwendungen können Arbeitsspeicher priorisiert verwenden. So kann Windows 8 wichtigen Anwendungen eher RAM zur Verfügung stellen, und unwichtigere werden niedriger priorisiert.
  • Auch an der Akkulaufzeit wurde nochmals geschraubt: intelligentes Multitasking mit Suspended Mode: die Applikation, die gerade nicht im Vordergrund läuft wird in eine Art Pausezustand versetzt, um wenig Strom/Akku zu verbrauchen.
  • Connected Standby: Der Großteil der Hardware wird ausgeschaltet aber die CPU verbleibt in einem Stromsparmodus, so dass nur spezielle Connected-Funktionen hin und wieder aufwachen: VoIP-Empfang, Mail, Updates,...

Hardware

  • Eine der wesentlichsten Neuerungen ist die Unterstützung von ARM-Prozessoren, die deutliche Performance-Steigerungen sowie geringeren Energieverbrauch ermöglichen.
  • Windows 8 wird auch optimiert sein für SoC-basierte Geräte (System-on-a-Chip)
  • Onscreen-Keyboard: Durch den geplanten Einsatz au reinen Touch-Geräten, gibt es nun eine Virtuelle Tastatur

Security

  • Secured Boot: Bereits beim Bootvorgang wird der Datenträger auf Rootkist u.ä. überprüft
  • Adress Space Layout Randomization (ASLR): die Daten im RAM werden zufällig angeordnet und verteilt
  • Dynamische Zugriffssteuerung: Bislang erfolgte die Zugriffskontrolle von Benutzern auf Dateien über die Ordner- und Datei-Rechte. Die neue Methode soll über Active Directory Richtlinien steuern, auf welche Daten ein User Zugriff hat. Und zwar egal, wo diese liegen, ob auf Dateisystem-Ebene oder in SharePoint, etc..

Storage

  • Storage Pools: Verschiedene Festplatten lassen sich als Pool zusammenfassen (aggregieren)
  • Integrierte Fault Tolerance: Fehlertoleranzen verhindern, dass selbst bei einzelnem Plattenverlust keine Daten verloren gehen.
  • Checkdisk: Der lange bekannte Befehl CHKDSK wurde komplett renoviert: Das Aufspüren von Fehlern auf Platten kann nun z.B. im laufenden Betrieb vorgenommen werden.
  • Deduplizierung: endlich. Windows 8 wird eine Deduplizierung haben. Diese kontrolliert, ob Dateien mehrfach vorhanden sind und hält sie dann nur einmal vor. Dies führt zu einer wesentlich effektiveren Plattenplatznutzung, insbesondere bei mehreren ähnlichen Virtuellen Maschinen.

Dateiverwaltung und Taskmanager

  • Intelligentes Kopieren: Anhalten oder Wiederaufnehmen beim Kopiervorgang
  • Taskmanager: Die neue Oberfläche liefert mehr Informationen über laufene Anwendungen, Dienste und Ressourcen

App-Store

Für Windows 8 wird es einen App-Store geben, der über die Windows Live ID zugänglich ist.

Dortige Apps können in HTML, HTML5, CSS und XAML sowie im Hintergrund C#, Javascript, Visual Basic oder C++ programmiert sein.

Virtualisierung

  • Hyper-V 3.0: Hiermit wird nun auch der WIndows Client den Microsoft Hypervisor unterstützen. Windows XP Mode mit Windows Virtual PC wird dadurch ersetzt.
  • Hyper-V Replica: Asynchrones Replizieren via Assistent mit Virtuellen Maschinen auf dem Hyper-V des Servers ohne Clustering oder Live Migration.
  • ISO und VHD mounten: Windows 8 kann direkt .ISO-Dateien als auch .VHD-Dateien dazubinden und ansprechen/verwalten.
  • Festplattengröße bis 16 TB werden als Virtuelle Platten unterstützt
  • Neues Format für VMs: nicht mehr .VHD sondern .VHDX. Diese können nun bis zu 16 TB groß sein.

Sonstige Funktionen

  • PowerShell v3: mehr als 2.300 Befehle in Commandlets für die Automatisierung von Abläufen über eine Befehlszeilenorientierte Oberfläche
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Windows Server 8 - Funktionen

  • Die Paketierung soll wohl gleich bleiben
  • Für Windows Server 8 gelten alle Funktionen des Clienst im Hinblick auf Hyper-V 3.0 (s.o.)
  • Neue Limits:
    • 160 logische CPUs pro physischem Host
    • bis zu 2 TB RAM pro Host
    • bis zu 512 GB RAM pro VM
    • Virtuelle FibreChannel Host-Adapter für SANs
    • .VHDX als neues Format für VMs (bis zu 16 TB Dateigröße)
  • Live Migration: es können nun mehrere Live Migrationen parallel durchgeführt werden (limitiert durch Bandbreite, dh. 2-3 parallele Migrationen sind wohl typisch).
  • Live Storage Migration im laufenden Betrieb: es ist nicht mehr nötig, Cluster Shared Storage mittels iSCSI zu verwenden.
  • Failover Cluster können nun 63 Knoten enthalten, auf denen insgesamt 4.000 Hyper-V VMs gleichzeitig laufen können
    (Bislang 16 Knoten mit je max. 1.000 VMs). Auch schön: mehr konnte derzeit nicht getestet werden, dh. die RTM-Version kann durchaus noch höher liegen...
  • Priorisierung von VMs: Die Stufen Hoch, Mittel und Niedrig legen fest, welche VMs nach einer Live Migration auf einen anderen Knoten vorrangig gestartet werden müssen.
  • Virtual Desktop Infrastructure VDI:
    • Remote FX5: nun auch optimiert für WAN-Verbindungen (Spezielle Erweiterungen wie EOP von Quest oder Riverbed Steelhead könnten so überflüssig werden). Außerdem ist keine physische Grafikkarte im Host nötig, die RemoteFX-Unterstützung haben muss, es wird eine Software-Grafikkarte dafür bereitgestellt.
    • Touch-Unterstützung in VMs
  • NIC-Teaming: unterschiedliche Netzwerkadapter lassen sich nun ohne extra Lösung verknüpfen
  • Consistant Device Naming CDN: Diese BIOS-Funktion erlaubt die Vergabe von aussagekräftigeren Netzwerkadapter-Bezeichnungen. 
  • iSCSI Target: Direkt mit dabei: Die Möglichkeit, Patch Management für alle Knoten eines Failover Clusters sowie BitLocker für Cluster Shared Volumes automatisiert zu organisieren.
  • Active Directory Management Center: eine neue Verwaltungsoberfläche, die mit grafischer Oberfläche Aufgaben umsetzt.
  • Bereit für die Cloud: Um dem Hybrid-Ansatz gerecht zu werden, hat Microsoft einen Schritt in Richtung Netzwerkvirtualisierung eingebaut: eine sichere Verbindung zwischen VMs, die on-premise und in der Cloud laufen, so dass diese wie im eigenen Netz laufen. (IP-Adressen müssen nicht geändert werden etc.)

DirectAccess und BranchCache

Die Abhängigkeit bei DirectAccess von IPv6 wurde aufgeweicht. Sowohl Windows 7 Enterprise/Ultimate Clients als auch Windows 8 können nun in IPv4 kommunizieren.

BrancheCache kann SMB- und HTTP-Inhalte  können gecached werden, die nicht 100% identisch sind - optimiert für Private Cloud-Umgebungen. Über eine neue Schnittstelle für BranchCache erlaubt Hash-Kalkulationen sowie die lokale Zwischenspeicherung.

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Erscheinungsdatum (RTM)

~Herbst 2012

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