In einem Satz

Und noch eine Ergänzung zu allen Office 365 Business sowie Enterprise Plänen, der Name ist Programm. Teambasierte Kommunikation basierend auf SharePoint und Office 365 Groups aber eher an Skype angelehnt: ein Chat-basierter Workspace.

Ausführliche Beschreibung

Am 2.11.16 ging Microsoft Teams in Public Preview und am 14.3.17 war es bereits GA unter http://teams.microsoft.com.

In Office 365 Admin Center muss die App aktiviert werden:

Roadmap und Lizenzierung

Globale Verfügbarkeit GA: 14.3.17.

Microsoft Teams ist ab Office 365 Business Essentials enthalten. Microsoft Teams ist nur als Bestandteil der  kommerziellen Office 365-Suites verfügbar, also nicht als Standalone-Plan!

Eine Übersicht über die Pläne gibt es bei uns hier: https://www.skilllocation.com/office-365-2016/

Wichtige Funktionen

Wer den Wettbewerber Slack kennt, hat die Richtung von Teams verstanden.

Microsoft Teams brings together people, conversations, content and the tools teams need with a real focus on teams, and built around chat. The Microsoft Teams chat workspace integrates with all the familiar Office apps and capabilities, such as SharePoint document libraries, OneNote, Planner, Power BI, team calendar and more.

  • Microsoft Teams läuft im Browser sowie als Apps für Windows, Mac, Android und iOS und es gibt eine Desktop-Anwendung (auch für Windows 7, auch 32-Bit).
    Die Desktop-Anwendung ist eine Teams.exe, also tatsächlich eine völlig neue Applikation (die auch unter Windows 7 läuft)
  • Word, Excel, PowerPoint, SharePoint, Skype for Business, OneNote, Planner, Power BI und Delve sind voll integriert in Microsoft Teams
  • Microsoft Graph, der intelligente Service im „Untergrund“ definiert die Relevanz, das Finden und Teilen von Informationen
  • Zurzeit ist es nicht möglich, Microsoft Teams nur für einen Teil einer Organisation zu aktivieren. Administratoren werden in der Lage sein, die Microsoft Teams-Lizenz für einzelne Benutzer zu aktivieren oder zu deaktivieren. Diese Funktion wird in Kürze verfügbar sein.
  • Teams nutzt SharePoint und dort wird eine Team-Site als Basis erstellt. Für jeden Channel wird ein Folder eingerichtet.
  • Office 365 Gruppen sind die wichtigste technische Grundlage für Microsoft Teams.
  • Das User Limit wurde bereits von 600 auf 999 angehoben
  • Wenn Sie ein neues Team erstellen, wird auch eine neue Office 365-Gruppe einschließlich der zugehörigen SharePoint-Website, des Postfachs und des OneNote-Notizbuchs für die Gruppe erstellt. Wenn ein Team in einer vorhandenen Gruppe aktiviert wird, werden die vorhandene Website, das Postfach und das Notizbuch direkt verwendet.

Die Idee ist einen zentralen Ort zu haben, an dem alle anderen Office 365 Dienste zusammenlaufen.

  • Microsoft Teams hat dasselbe Connector Model wie Exchange, und ist koppelbar mit Third-Party Services wie Twitter oder GitHub, RSS, Trello und Asana
  • Voller Support für das Microsoft Bot Framework
    Ein Bot, in Teams heißt er T-Bot ist ein „Roboter“, der in einem Chat z.B. zu Hilfethemen gefragt werden kann und relativ intelligent meine Fragen beantwortet. Er kann als Kontakt in einem Chat einfach als T-Bot eingeladen/angechattet werden.
    Stand 9.11.16 kann er noch kein Deutsch.

Die Oberfläche

„Ich“:

  • Das Foto von mir wird automatisch aus Office 365 verwendet. Kann aber auch über Teams geändert werden.
  • Der Präsenzstatus ist der von Skype for Business (funktioniert bei mir allerdings noch nicht synchron).

Aktivität:

  • Hier wird alles was ich gepostet habe gelistet. Wenn mich jemand mit dem @-Zeichen „erwähnt“, wenn jemand einen Post von mir liked oder retweetet, wird das hier angezeigt.
  • Benachrichtigungen sind Team-übergreifend.

Chat:

  • Ein Chat kann nur mit mehr als zwei Personen gestartet werden. (Ja, finde ich auch doof, da man das Tool, z.B. zu SfB wechseln muss)
  • Skype for Business ist auch mit weiteren Funktionen sichtbar:
  • Starte ich einen neuen Chat, kann „T-Bot“ hinzugefügt werden.
    Dieser geht 1:1

Teams:

  • Hier werden beliebige Teams zusammengestellt
  • Es gibt Eigentümer und Mitglieder
  • Bis zu 600 Personen können in einem Team zusammengeführt werden (Yammer z.B. erlaubt wesentlich mehr)

Kanäle:

  • Pro Team lassen sich Kanäle definieren, gleiches Team, anderes Thema

Termine:

  • Wird ein Teams-Meeting erstellt, erscheint es im Outlook Kalender und andersrum.
  • Die Besprechung erfolgt per Teams.exe, ist dann aber eine Skype for Business Besprechung. Man kann Video und Audio nutzen sowie den Desktop freigeben. Das Hochladen einer PowerPoint ist stand heute nicht vorgesehen.

    Über das Kamera-Symbol kann eine Ad-Hoc Videokonferenz gestartet werden.
    4 Sprecher werden mit Video unterstützt:
    Verlasse ich (oder jemand) das Meeting, wird selbiges in der History gespeichert.

Dateien:

  • Das Bearbeiten von Dokumenten geschieht direkt in der Anwendung, vorausgesetzt, die Dokumente liegen auf Office 365 (SharePoint, OneDrive for Business).
  • Auch Co-Authoring ist möglich, so dass mehrere User gleichzeitig im Dokument editieren können.
  • Wird ein Dokument nochgeladen, wird es automatisch in der Team Site von SharePoint gespeichert, also nicht zusätzlich und separat in noch einem Tool, sondern integriert.

Die integrierte Verknüpfung zu OneNote erstellt ein neues Notizbuch auf dem SharePoint mit dem Namen der Gruppe (des Teams): (Speicherort)

 

Die Mobile App sieht (Windows 10 Mobile, Stand 9.11.16) so aus:

Sicherheit und Compliance

  • Unterstützung zahlreicher Compliance-Standards
  • Verschlüsselung von Daten bei der Speicherung und Übertragung
  • Mehrstufige Authentifizierung MFA für verbesserten Identitätsschutz

Yammer ist das derzeit einzige Produkt, das Microsoft nicht in die EU-Compliance Anforderungen bringt (daher wird Yammer auch nicht in der Microsoft Cloud Deutschland angeboten werden). Meine Vermutung ist sogar, dass Yammer daher nicht weiterentwickelt wird und in Teams auf/übergehen wird.

Yammer als Standalone EA wird ab Januar 2017 nicht mehr verfügbar sein.

Nutzen, Mehrwert und Strategie

Microsoft Teams ist sicherlich ein tolles Werkzeug. Die Frage, die sich mir aber stellt ist:

  • Was passiert mit Outlook?
  • Was passiert mit Yammer?
  • Was passiert mit SharePoint?

Outlook kann kein Chat und kann keine Team-Kommunikation. Zudem leidet Outlook unter dem Ruf der E-Mail-Flut. In Teams kommt an keiner Stelle das Wort E-Mail vor. Microsoft spricht ausschließlich von Teams und Chats. Wenn wir in der Realität sehen, dass User oft lieber WhatsApp anstelle von Outlook nutzen, dass die strukturierte Odner-basierte Dokumentenablage in SharePoint nicht überleben wird, dass Aktualität und Relevanz immer mehr das User Verhalten und die tägliche Arbeitsweise bestimmen, kann ich mir durchaus vorstellen, dass Microsoft Teams die Anwendung mit Zukunft sein wird und alles andere in der Hintergrund drängt. Der Exchange Server wird noch benötigt, aber man arbeitet mit Teams als Fokus-Anwendung…

(Übrigens kann Outlook inzwischen auch ein wenig „Chat“: durch das Nutzen von Office 365 Groups werden Unterhaltungen innerhalb des E-Mail-Textes angezeigt)

Hybrider Ansatz für Microsoft Teams

Teams in der Cloud, am besten mit Exchange und SharePoint. Aber müssen selbige auch zwingend in der Cloud liegen?

Um alle Funktionen von Microsoft Teams nutzen zu können, sollten alle Benutzer für Exchange Online und SharePoint Online aktiviert sein. Die Exchange-Postfächer der Benutzer können online oder lokal gehostet werden.
Benutzer mit lokalen Exchange-Postfächern können keine Connectors konfigurieren. Sie können jedoch Nachrichten von Connectors empfangen, die von anderen Benutzern konfiguriert wurden.

In der folgenden Tabelle finden Sie konkretere Informationen für Benutzer mit Exchange-Hosting in anderen Umgebungen (Quelle):

Geändert am: 15. März 2017 von Carola Pantenburg