In einem Satz

Mit SharePoint 2013 kommen Trendthemen wie Cloud, Social Collaboration und Mobility hinzu.

Ausführliche Beschreibung

SharePoint 2013 ist seit 15.8.2012 RTM, also final. Die kostenlose Edition SharePoint Foundation 2013 ist ebenfalls RTM und steht zum Download.

Auch wenn viele Kunden noch immer bei dem Begriff Cloud eine Anti-Haltung an den Tag legen, sie werden zumindest um die Cloud-Technologien nicht herumkommen. Dazu gehört, den Anwendern mobilen Zugriff auf Unternehmensdaten über das Internet zu erlauben und diverse Endgeräte dabei nutzen zu können sowie Cloud-Tools wie Facebook und Konsorten zu nutzen.

SharePoint 2013 bringt Cloud-Technologien in die Unternehmen. Das bedeutet also nicht, dass zwangsweise die Kundendaten in der Cloud landen. Es geht primär um die Technologie.

Wir haben einen Webcast im Rahmen des skilll-deal Pakets aufgezeichnet: https://www.skilllocation.com/kategorie/kategorien/PrS20130325

Daher kristallisieren sich mit SharePoint 2013 vier wesentliche Bereiche für die Neuerungen heraus:

  1. Cloud Readiness
  2. Social Collaboration
  3. Mobile Devices
  4. Web Content Management
Newsfeed ist Ihre sozialen Hub wo sehen Sie die Updates aus den Personen, Dokumenten, Websites und Tags, die Sie nach sind, die schnellen Zugriff auf die Anwendungen, die Sie hinzugefügt haben.
SkyDrive Pro bzw. OneDrive for Business ist Ihre persönliche Festplatte in der Cloud – der Ort, an dem Sie Ihre Arbeitsdateien speichern, freigeben und synchronisieren können.
Websites bietet Ihnen bequemen Zugang zu den Orten, die Sie besuchen möchten.
Service Pack 1 (SP1) für SharePoint Server 2013

Das Service Pack 1 für SharePoint Server 2013 bringt neben verbesserter Stabilität und Sicherheit auch Verbesserungen bei der Kompatibilität mit Windows 8.1/Internet Explorer 11, neue APIs für App-Entwickler und das 3-D-Visualisierungstool Power Map for Excel.
Mit SP1 ist es nun möglich, einen hybriden Ansatz mit der Cloud-Version von OneDrive for Business in die On-Premise-Struktur zu fahren. Somit erhalten die Nutzer bessere Möglichkeiten für den Zugriff mit mobilen Geräten. Weitere Cloud-Dienste wie Yammer sind seit SP1 ebenso einfach zu integrieren.
Eine vollständige Liste der enthaltenen Änderungen finden Sie im KB-Artikel 2817429.

Wichtigste Funktionen / Features

Cloud Readiness

Viele Dienste von SharePoint 2010 sind nun in SharePoint 2013 als eigenständige Produkte verfügbar. Damit entsteht eine modularere Architektur, die service-orientiert und damit Cloud-fähig offene Web Standards verwendet.

Services wie Workflow oder Office Web Apps bzw. Office Online wie es nun heißt, sind nun ausgelagert als eigene Server-Anwendungen.

Kundenspezifische Anpassungen, die früher als sandbox solutions gebaut wurden, können als Apps über SharePoint 2013 integriert werden. Dabei werden Sicherheitsaspekte der App-Bereitstellung verwendet.

Social Collaboration

  • „My Site“ wurde weiter ausgebaut und trennt den öffentlichen „About me“- und privaten Bereich
  • Stark verbesserter Newsfeed
  • Micro-Blogging-Funktionalitäten wie Hashtags und Mentioning
  • Neu: Auflistung der zugewiesenen Aufgaben aus SharePoint, Outlook sowie Project
  • Communities: Beiträge, Antworten, Kommentare und Bewertungen; Gruppenmitglieder und Moderatoren

Mobile Devices

  • Mobile Browser und Betriebssysteme: Android, Safari oder Windows Phone
  • Office Mobile: Word, Excel, PowerPoint, Lync und OneNote gibt es für Windows Phone, iPhone und Android SmartPhones, siehe unten.
  • Office Web Apps / Office Online: in den Browsern IE, Safari, Firefox, Chrome können Office Anwendungen (Word, Excel, PowerPoint, OneNote) bearbeitet werden. Daher ist der Zugriff über iOS, Android etc möglich
  • Excel Services, Performance Point Services und Reporting Services wurden für Touch-basierte Endgeräte optimiert

Web Content Management

Bereitstellung von Inhalten mittels Webseiten für das Inter- oder Intranet mit neuen Schnittstellen, Diensten und überarbeiteten Funktionen.

  • Channels: Je nach Endgeräte wird über ein Master Seitenlayout Inhalt anderes angezeigt oder ausgeblendet
  • Externe Listen: Anbindung externer Datenquellen mittels OData und Export-Funktionalität nach Excel
    Durch die Integration von Web Standards wie OData und OAuth ist eine Anbindung von Fremdsystemen möglich.
    OAuth kümmert sich dabei um die Benutzerrechte. Auch die bekannten Business Connectivity Services unterstützen diese Schnittstellen.
  • Excel Forms: Web-basierte Excel-Formulare für die Abfrage und Weiterverarbeitung von Daten mittels OData
  • Access Apps: Automatisierte Bereitstellung von SQL-Datenbanken für Business Applikationen
  • eDiscovery: Inhalts-Suche aus SharePoint und Exchange und rechtskonforme Aufbewahrung
  • Websitepostfächer: SharePoint Sites können in Outlook angezeigt werden und neben dem üblichen Content auch E-Mails enthalten.
  • Workflow Server: Dedizierter Windows Azure Workflow Server mit visueller Workflow-Modellierung auf Basis von Visio und erweiterter Funktionalität (zum Beispiel Stages, Loops)
  • Office Apps: Integration von dynamischen Inhalten aus SharePoint oder dem Internet in Office 2013-Anwendungen

Websitepostfächer – Site Mailbox

In vielen Organisationen werden Informationen in zwei separaten Informationsspeichern gespeichert – E-Mails in Microsoft Exchange und Dokumente in SharePoint. Websitepostfächer führen nun SharePoint Inhalte und E-Mails zusammen, so dass wie sowohl über SharePoint als auch über Outlook verfügbar sind. Dokumente, die aus Outlook in eine Site Mailbox gesendet werden, werden automatisch auf SharePoint verschoben, in Exchange/Outlook verbleibt nur ein Link.
Benötigt werden hierfür Exchange 2013, SharePoint 2013 und Outlook 2013.

Archivierung und eDiscovery

Exchange 2013, SharePoint 2013 und Lync Server 2013 bieten gemeinsam integrierte Archivierungs-, Aufbewahrungs- und eDiscovery-Funktionen. SharePoint 2013 hat ein zentrales eDiscovery Center, über das autorisierte Mitarbeiter eine eDiscovery-Suche durchführen können. Gefundene Inhalte können exportiert werden. Microsoft Search Foundation bietet eine einheitliche Indizierungs- und Suchinfrastruktur für Exchange 2013 und SharePoint 2013.

Exchange 2013 ermöglicht SharePoint 2013 das Durchsuchen von Exchange-Postfachinhalten über eine spezielle Schnittstelle.

Für die Archivierung wird die Enterprise CAL benötigt. Soll das Online-Archiv in Outlook angezeigt werden, wird Outlook aus dem ProPlus-Paket benötigt.

SkyDrive Pro / OneDrive for Business

OneDrive ist ja eine virtuelle Festplatte im Internet und eher für Consumer gedacht. OneDrive for Business (ehemals SkyDrive Pro ehemals SharePoint Workspaces ehemals Groove) dagegen ist die Business-Variante und soll die SharePoint Daten offline verfügbar machen über den Windows Explorer.

Office Web Apps / Office Online

Sogar das Rights Management greift in den Office Web Apps:

Unterschiede der SharePoint Editionen

  1. SharePoint Server 2013  (Unterschiede kommen durch Standard bzw. Enterprise CALs)
  2. SharePoint Server 2013 Testversion
  3. SharePoint Server 2013 Foundation

Die Tabelle ist nicht vollständig, sondern gibt die wichtigsten Funktionsunterschiede wider!

Hinweise:

  • Für Duet Enterprise (SharePoint & SAP–Szenarien) sind weiterhin gesonderte (kostenpflichtige) Lizenzen notwendig.
  • FAST (FAST Search) ist kein eigenständiges Produkt mehr.
  • In SharePoint 2013, for Extranet and Internet sites scenarios, no CALs are required for External Users.
  • External users means users that are not either your or your affiliates’ employees, or your or your affiliates’ onsite contractors or onsite agents.
  • SharePoint 2010 customers with Software Assurance (SA) can leverage Volume Licensing downgrade rights to run SharePoint 2010 bits with SharePoint 2013 use rights.
Die häufigsten Fragen

SharePoint Lizenzierung und Enterprise CAL Funktionen

Fabian Moritz, ITaCS GmbH, hat in seinem blog recht gut die PowerShell Kommandos beschrieben, mit denen mal auslesen kann, ob SharePoint Enterprise CAL Funktionen genutzt werden: http://weblogs.mysharepoint.de/blogs/fabianm/archive/2013/02/15/sharepoint-richtig-lizenzieren-teil-4-lizenzmanagement-mit-powershell.aspx

Systemanforderungen

Windows Server

  • Windows Server 2008 R2 SP1 (64 Bit) Standard, Enterprise oder Datacenter
  • Windows Server 2012 (64 Bit) Standard oder Datacenter

SQL Server

  • SQL Server 2008 R2 SP1 (64 Bit)
  • SQL Server 2012 (64 Bit)

Siehe auch hier: http://technet.microsoft.com/de-de/library/cc262485(v=office.15).aspx

Übersicht aller Downloads