In einem Satz

Windows MultiPoint Server 2012 basiert auf Windows Server 2012 und stellt eine Multiuser-Umgebung auf Basis der Remote Desktop Services oder VDI Services bereit, um auf einem leistungsfähigen Rechner Endanwender-Stationen anzubinden, um kleinen Unternehmen oder Bildungsstätten in ihren Bedürfnissen entgegen zu kommen.

Ausführliche Beschreibung

Der MultiPoint Server wird nicht weiterentwickelt, ist aber im Windows Server 2016 als Rolle (basierend auf Remote Desktop Services) enthalten. Weitere Infos also hier: https://www.skilllocation.com/windows-server-2016.html

Windows MultiPoint Server 2012 (WMS) ist bereits die dritte Version und in erster Linie für Lehreinrichtungen gedacht, die einen Rechner gleichzeitig mehreren Personen zur Verfügung stellen wollen, aber auch für kleine Unternehmen interessant.

Wir haben dazu ein Webinar dazu erstellt im Rahmen des skilll-deal Paketes hier (#4).

WMS ist vor allem für Bildungsstätten gut geeignet, da evtl. PC-Anschaffungskosten wegfallen. Benutzer haben dabei ihre eigene Windows-Umgebung unabhängig voneinander, und sind mit Monitor, Tastatur und Maus direkt mit dem Hostcomputer verbunden.

WMS wird auf einem leistungfähigen, Virtualisierungs-unterstützendem PC ausgeführt und bietet jedem Endbenutzer eine personalisierte Windows 7/8-Sitzung auf dem Hostcomputer an (VDI oder RDS).

In einer MultiPoint Server-Systemumgebung sind Stationen die Benutzerendpunkte, um Verbindungen mit MultiPoint Server herzustellen. Folgenden Stationstypen werden unterstützt:

  • Direkt über die Videoanschlüsse der Station (Direct Video)
    Dies bedeutet, dass für jede Station eine Grafikkarte im WMS eingebaut sein muss.
  • Über spezielle USB Zero Clients (auch Multifunktions-USB-Hubs genannt) sowie über vergleichbare USB-über-Ethernet-Geräte. Hierbei senden die Endgeräte das USB-Signal über das LAN und sprengen damit die erlaubte Kabellänge von USB, die nur bis ca. 15 Meter reichen würde.
  • RDP über das lokale Netzwerk (LAN) für Rich Client- oder Thin Client-Computer, um auf eine Terminal Server Session oder VDI-VM zuzugreifen.

MultiPoint Server unterstützt beliebige Kombinationen dieser Stationstypen.

 

 

MultiPoint Server-Kaufoptionen

Evaluierungsversion
Eine kostenlose Version, die Kunden evaluieren können, findet sich unter Windows MultiPointServer 2012 Evaluation – Deutsch im Microsoft Download Center. Diese Evaluierungsversion ist 180 Tage gültig und kann in das vollständige Produkt umgewandelt werden, falls sie sich für einen Kauf entscheiden und die Product Keys herunterladen, um die Version zu aktivieren.

OEM-Version
MultiPoint Server kann bei einem Microsoft OEM-Partner (Original Equipment Manufacturer) erworben werden. Dies ist die einfachste Möglichkeit, eine vollständige Lösung zu erhalten.
Volumenlizenzversion
Wenn ein Kunde die Hardware bereits besitzt, die er für das MultiPoint Server-Setup verwenden möchte, kann er MultiPoint Server über das Microsoft Volume Licensing Programm erwerben.
Editionen und Lizenzbedingungen
MultiPointServer ist in den beiden folgenden Versionen verfügbar:
  • Standard: Ermöglicht bis zu 10 gleichzeitig verbundene Stationen. Der Beitritt zu einer Domäne wird nicht unterstützt. Zudem unterstützt diese Version die Virtualisierungals Host- oder Gastbetriebssystem nicht.
  • Premium: Ermöglicht bis zu 20 gleichzeitig verbundene Stationen. Der Betritt zu einer Domäne wird unterstützt. Virtualisierungwird als Host- oder Gastbetriebssystem mit dem Lizenzmodell 1+1 unterstützt.

Preisvergleich in unseren Folien verfügbar.

•Clientzugriffslizenzen
Für alle MultiPointServer-Stationen sind Clientzugriffslizenzen (Client Access Licenses, CALs) erforderlich.

Historie des MultiPoint Servers

MultiPoint Server 2010 war die erste Version und wurde von Microsoft Indien entwickelt.

  • Sie sollte vor allem für Schulen und Ausbildungsstätten eine kostengünstige Alternative für Windows-Arbeitsplätze anbieten.
  • Bei der bisher typischen Installation wurden mehrere Tastaturen und Mäuse über ein USB-Hub direkt an den Server angeschlossen, und jeder Bildschirm benötigte einen eigenen Grafikadapter.
  • MultiPoint Server 2010 konnte keiner Domäne beitreten, außerdem durften an die zentrale Maschine höchstens 10 Arbeitsstationen angehängt werden.
  • Darüber hinaus mussten die Benutzer auf Aero(Glass), Windows Flip und Task Bar Previews verzichten.
MultiPoint Server 2011 auf Basis von Windows Server 2008 R2 SP1
  • Remote Desktop Services RDS: beliebige RDP-Clients konnten jetzt über das LAN angeschlossen werden
  • RemoteFX: Windows Aero, Silverlight- und Flash-Animationen, Full-Motion-Videos und 3D-Anwendungen
  • Integration in eine Domäne
  • Management des MultiPoint Servers über Gruppenrichtlinien
  • Verwendung von auf dem Server-gespeicherten Profilen
  • Management-Konsole für den Einsatz von mehreren MultiPoint Servern in einem Unternehmen
  • Als OEM-Version für kleine Unternehmen

 

Wichtigste Funktionen / Features

MultiPoint Server ist ein Windows Server 2012 Betriebssystem und enthält die wesentlichen beiden zusätzlichen Anwendungen:

  • MultiPoint Manager, der es dem Administratorermöglicht, MultiPoint Server-Stationen zu überwachen und zu verwalten:
  • MultiPoint-Dashboard, das Funktionen für die tägliche Verwaltung bietet:

So wird die Systemadministration von den Klassenzimmer-Funktionen getrennt.

Neue Funktionen

  • Basiert auf Windows Server 2012 und damit auch Unterstützung der Hyper-V-Rolle. WMS kann sowohl als Host, als auch als Gast installiert werden (Virtualisierungsrechte 1+1).
  • Ausdehnung des Client-Supports auf PCs und Virtuelle Desktops (VDI)
  • Support für Windows 8 als Client Betriebssystem inkl. Touch
  • MultiPoint Server 2012 unterstützt Clients via USB-over-Ethernet
  • Support für Zero Clients verschiedener Hersteller
    Von MS empfohlene Zero Clients:
  • MultiPoint Connector: hiermit können PCs unter Windows 7/8 angebunden werden (mehr Funktionen als eine reine RDP-Verbindung)
  • Disk Protection: bewirkt, dass bei jedem Neustart des Systems sämtliche Änderungen verworfen werden und der Server auf eine als bewährt geltende Konfiguration („knowngoodstate“) zurückgesetzt wird. Diese Funktion eignet sich besonders für Schulungsumgebungen, ist aber auch für Kiosk-Systeme von Nutzen.

Einsatzbereich Bildungsstätte

Spezielle Funktionen über das Dashboad in Klassenzimmern:

  • Der Bildschirm eines Lehrers bzw. Schülers lässt sich auf die Sessions aller oder einzelner Teilnehmer einblenden.
  • Maus, Tastatur oder/und Bildschirm aller oder einzelner Stationen können zentral gesperrt werden.
  • Überwachen von Miniaturansichten der Desktopaktivitäten jedes Standardbenutzers.
  • Split Screen-Funktion: zwei benachbarte Schüler teilen sich einen einzigen physischen Monitor – idealerweiseein Breitbild-Display. Jeder hat seine eigene Maus und Tastatur.
  • Einmaliges Installieren eines Programms, auf das dann von jeder Station zugegriffen werden kann.
  • Der Zugriff auf bestimmte Websites lässt sich zentral blockieren.
  • Übernehmen der Steuerung von Tastatur und Maus eines Standardbenutzers, um die Ausführung einer Aufgabe zu demonstrieren.
  • Disk Protection
  • Instant Messaging für private Nachrichten zwischen Lehrer und Schüler kann genutzt werden.
  • Ausführen aller zuvor aufgeführten Aktionen für einen Benutzer, der einen herkömmlichen PC, einen Laptop oder ein Tabletgerätverwendet.

Einsatzbereich Kleine Unternehmen

Der Server muss kein Server sein, es genügt ein leistungsfähiger PC. In diesem Setup ist der MultiPoint Server an zentraler Stelle platziert. Die Benutzer im gesamten Büro stellen über ein lokales Netzwerk (LocalArea Network, LAN) eine Verbindung mit ihm her. Per Terminal Server oder VDI werden die Clients einfach angebunden.
Mehrere MultiPoint Server, egal ob physisch oder virtuell, können über eine zentrale MultiPoint Manager Konsole verwaltet werden.
MultiPoint Server läuft auch zusammen mit Windows Small Business Server. SBS zentralisiert die Domäne, sorgt für Security und stellt die Daten über das Netzwerk bereit. MultiPoint Server hostetdie Remote Desktop Services oder VDI Services und zentralisiert die Desktops.
Wichtige Hinweise
Studien

Wie Windows MultiPoint Server als kostengünstiger Katalysator für eine bessere Ausbildung fungiert, lesen Sie in der folgenden von Forrester Consulting im Auftrag durchgeführten Studie: The Total EconomicImpact ofMicrosoft Windows MultiPoint Server 2011

Systemanforderungen

WMS ist eine Multi-language Version, dh. auch in DE verfügbar.

Übersicht aller Downloads

Geändert am: 26. Juni 2016 von Carola Pantenburg