In einem Satz

Immer noch ist Office 365 eine cloudbasierte Lösung, die als Hauptprodukte SharePoint Online, Exchange Online und Skype for Business Online umfasst. Microsoft Office Professional Plus ist als Lizenz optional enthalten. Auf dieser Seite beschreiben wir alle Informationen, die mit der 2019er Welle kommen (ab ver 1809).

Ausführliche Beschreibung

Am 24.9.18 erblickte die Version 1809 in Office 365 das Licht der Welt und war GA. Global Available. Anwender, die monatlich neue Funktionen erhalten, waren sofort im nächsten Updatelauf auf die neue Version umgestellt.

Jedoch: man findet in Office 365 das Wort 2019 eigentlich gar nicht mehr. Ein Grund für uns, eine neue Seite anzulegen, gemäß der Tradition, auch älteren Content zum Nachprüfen online zu lassen. Links die Office 2019 perpetual Lizenz und rechts Office 365.

Office 365 Update ver 1809 ≠ 2019

Am 24.9.18 hat die Cloud First Strategie von Microsoft ein spannendes Vorgehen an den Tag gelegt. Ein „Feature Freeze“ mit dem Namen 1808 wurde gemacht.

Installiert man nun Office 2019 aus dem VLSC wird zunächst tatsächlich die Variante 1808 installiert. Dann macht man ein Update, und aktualisiert auf die Version 1809.

    

Diese entspricht jedoch nicht der Version 1809 aus dem Office 365, denn diese wurde separat weiterentwickelt und hat viele neue Funktionen bekommen, wie z.B. eine neue Oberfläche.

Oben: Office 365 ver 1809                     Unten: Office 2019 ver 1809

Neue Oberfläche

Geringfügig aber doch sichtbar, hat das Ribbon/Menüband eine leichte Änderung erfahren. Vermutlich nur, um es sichtbar auf den ersten Blick abzugrenzen von der perpetual Licenz Office 2019, die bei der Oberfläche von Office 2016 bleibt.

Daraus lässt sich eigentlich folgendes schließen: Auch ein Office 2019 hat gegenüber Office 2016 zwar ein paar kleine neue Features hinzubekommen, aber sonst ändert sich nix.

Und es drängt sich die Frage auf, wieso sollte man diese Version für durchaus teures Geld kaufen, zumal man ggf. schon im Besitz von Office 2016 ist?

Diese Frage führt unweigerlich zu folgender strategischen Aussage: Auch Microsoft muss sich überlegen, wie sie argumentieren können, dass Kunden alle 3 Jahre viel Geld (auch mit SA ist es viel Geld) für einige wenige neue Features hinlegen müssen. Und ein Argument wäre: sie gehen weg von dem Kaufen neuer Features hin zu einer nutzungsbasierten Miete. Solange ich Word nutze, zahle ich. Kommt ein neues Feature hinzu ist gut, wenn nicht, auch recht. Und genau das ist Office 365. Eine Nutzungsbasierte Miete.

Die Frage ist also: wie lange wird es überhaupt noch eine Kaufversion geben? Das können wir natürlich nicht beantworten und ich denke, es wird so sein: Es gibt noch Kaufversionen, aber die werden noch teurer, können noch weniger und decken nur noch bestimmte Szenarien ab und laufen nur noch eingegrenzt. Somit gäbe Microsoft zwar Kunden noch die „freie“ Wahl, aber mit einem gewissen Druck in Richtung Office 365 versehen.

Lizenzierung

Eine der interessantesten Änderungen seit der ver 1809 ist, dass der Begriff 2019 verschwindet. Es gibt zwar eine Office 2019 Version als perpetual Licence (siehe hier: https://www.skilllocation.com/office-2019/), aber innerhalb von Office 365 taucht die Jahreszahl nicht mehr auf. So kam mit Office 365 ver 1809 eine leicht geänderte Oberfläche, die aber wiederum nicht in Office 2019 enthalten ist.

Nun ist auch die Frage, sind das Office 2016 Anwendungen oder Office 2019 Anwendungen, die in Office 365 ProPlus oder Business enthalten sind, nicht mehr sinngemäß. Alle halbe Jahr eine neue Version! Dies bedeutet also, dass Kunden ihre Update-Prozesse überdenken sollten.

Was ist in welchem Plan enthalten? Übersicht zu Office 365

Wieder Mal mit einigem Aufwand habe ich die Office 365 Übersicht erstellt (Stand: 13.10.18).

Abonnenten können die Folie als PPT im Extranet für die eigene CI anpassen und nutzen! Für die anderen gibt’s immerhin eine .PDF.

Das Kleingedruckte (*):

  • OneDrive for Business Plattenplatz
    • Plan 1: 1 TB pro User
    • Plan 2: unbegrenzt (ab 5 User, enthalten in E3/E5), außerdem erweiterte Funktionen wie eDiscovery, DLP und in-Situ-Speicher für Aufbewahrung
  • SharePoint Plattenplatz:
    • 1 TB/Tenant pro User bis 100 User. Ab 5.000 User 50 TB/Tenant, ab 100.000 User 1.000 TB/Tenant
    • Immer zzgl. 500 MB pro User
  • StaffHub ist zum 1.4.19 abgekündigt, wandert in Teams.

Upgradezwang oder juchu, jeden Monat neue Features? Was ist mit der Kulanzzeit?

Semi Annual Channel und SAC (targeted) sind die beiden Optionen, die Kunden haben, neue Funktionen bei Office 365 einzuspielen. Außerdem gibt es noch eine, nämlich monatlich.

[Ich entschuldige mich für die grammatikalische falsche Benamung im deutschen im halbjährlicher statt halbjährlichem, ich halte mich an das Wording von MS]

Eine neue Version (mit Funktionsupdates), wird im März (z.B. ver 1803 ) und September im Halbjährlicher Kanal (gezielt) veröffentlicht (Erstveröffentlichung). Vier Monate später (im Juli und Januar) wird diese Version mit den entsprechenden Funktionsupdates im Halbjährlicher Kanal veröffentlicht und ab diesem Zeitpunkt 14 Monate lang unterstützt. Sie behält den Namen ver 1803 bei!

Monatlicher Kanalz.B. März 2018ver 1803, 1806, 1807, 1808, 1809,…

Alle 6 Monate wird die Monatsversion zum Halbjährlichen Kanal (gezielt) veröffentlicht.

Erstveröffentlichung ist das Datum, an dem das monatliche Update herauskommt.

Halbjährlicher Kanal (gezielt)März und September

z.B. März 2018

ver 1803, 1809, 1903, 1909,… (analog zu Windows 10)

Empfohlen, um zu testen und ein paar Power User oder IT-Abteilungen zu beglücken.

Halbjährlicher KanalJuli und Januar darauffolgend

z.B. Juli 2018

immer noch die ver 1803, ver 1809,… aber erst 4 Monate später ausgerollt an die restlichen User im Unternehmen.

Ab jetzt noch max. 14 Monate lang supportet, dh. spätestens dann muss auf eine dann aktuelle ver umgestellt werden.

Die halbjährlichen Funktionsupdateversionen von Office 365 ProPlus werden ab der Erstveröffentlichung 18 Monate lang unterstützt.

Die Office 365 Business steht übrigens standardmäßig auf Monatlich. Die Office 365 ProPlus dagegen auf halbjährlich.

Beispiel (von Microsoft): Am 12. September 2017 wurde Version 1708 von Office 365 ProPlus im Halbjährlicher Kanal (gezielt) veröffentlicht. Version 1708 wird planmäßig am 9. Januar 2018 im Halbjährlicher Kanal zur Verfügung gestellt und im Halbjährlicher Kanal bis März 2019 unterstützt. Im März 2018 wird eine neue Version von Office 365 ProPlus mit neuen Funktionen im Halbjährlicher Kanal (gezielt) veröffentlicht. Diese Version wird planmäßig im Juli 2018 im Halbjährlicher Kanal zur Verfügung gestellt und im Halbjährlicher Kanal bis September 2019 unterstützt.

Dank dieser Unterstützungsdauer haben IT-Experten mehr Zeit und Flexibilität für die Bereitstellung der Versionen. So sind beispielsweise Kunden, die nur ein Update pro Jahr vornehmen möchten, in der Lage, dies zu tun. d.h. Kunden sehr wohl ein Update auslassen. Damit würden die kumulierten neuen Funktionen nur alle 12 Monate (einfach 1 Update auslassen) bzw. maximal alle 18 Monate eingespielt.

Und damit erklärt sich, dass Kunden, die in Office 365 derzeit die Office 2016 Anwendungen nutzen, diese ab 24.09.18 (das Datum an dem sich die Oberfläche ändert und die Version 1809 dies mit sich bringt, also ein Halbjährlicher Kanal (gezielt), spätestens 18 Monate später also am 24.9.2019 auf die ver 1809 umstellen müss(t)en.  Dies vorausgesetzt, sie haben bei den 2016-Anwendungen die ver 1803 noch mitgenommen!
Die ver 1803 läuft dann (1803 plus 18 Monate = 1909) aus.

Auf was sollte ein Kunde dann migrieren? Ich denke, da dieser Kunde offenbar konservativ ist und etwas gegen das Einspielen neuester (unausgereifter, inkompatibler oder unhübscher) Builds hat, wird er nicht auf die 1909 gehen, sondern zurück auf die 1903, usw.

So kann ein Kunde im konservativsten Modell alle 12 Monate Updates einspielen und dabei immer die 6 Monate alte Version benutzen.

Die Idee von Microsoft wäre es, alle 6 Monate zu migrieren und die jeweils 4 Monate also Version zu nutzen.

Die Neu-Ausrichtung der Migrationsprozesse wird dieser Unterschied jedoch nicht enthebeln.

Es gibt also keine Kulanzzeit oder ein Entgegenkommen oder ähnliches seitens Microsoft wie es bei der Umstellung von Office 365 mit den Office 2013 Anwendungen auf die Office 2016 Anwendungen existierte. Der Kunde muss migrieren, hat aber 18 Monate Zeit.

Man erkennt dies auch im Office 365 Portal für den Software-Download. Es gibt nirgendswo mehr einen Hinweis auf die Office 2016 Apps (gilt auch für die Office 365 Business Pläne):

Man kann schon seit langem keinen Kanal mehr downgraden,  also nach dem Ausrollen auf die ver 1803 z.B. zurück auf die 1709 wechseln…

am 1.10.18 sah das Portal noch so aus:

 

Wichtige Hinweise
  • Office 365 ProPlus wird ab 14.1.2020 nicht auf der Windows 10 Enterprise LTSC laufen!
  • Office 365 ProPlus läuft noch auf Windows 7 (Office 2019 nicht!), „will be supported on devices with active Windows 7 Extended Security Updates (ESU) through January 2023. This means that customers who purchase the Windows 7 ESU will be able to continue to run Office 365 ProPlus.“
  • „In February 2018, we announced that starting October 13, 2020, customers will need Office 365 ProPlus or Office 2019 clients in mainstream support to connect to Office 365 services. To give you more time to transition fully to the cloud, we are now modifying that policy and will continue to support Office 2016 connections with the Office 365 services through October 2023.“

 

Geändert am: 15. Oktober 2018 von Carola Pantenburg