Immer wieder werden virtualisierte Desktops als lohnende Alternative zum PC gehandelt. Wenn man alle Aspekte berücksichtigt, ist diese Form des Client-Bereitstellung vielleicht gar nicht unbedingt die Lohnendste, denn wieder mal muss lizenztechnisch berücksichtigt werden, was technisch nicht nötig ist: eine CAL. Oder sogar zwei.

Warum VDI?

Im Vergleich zu Fat-Client-PCs vereinfacht der zentralisierte Betrieb virtualisierter Desktops das Management, erhöht die Sicherheit sowie die Verfügbarkeit der Systeme und spart Kosten bei Betrieb, Hardware und Energieverbrauch. Zudem verbessert sich die Flexibilität der gesamten IT, indem neue Desktops in Sekundenschnelle bereitgestellt werden können, beispielsweise für neue Mitarbeiter oder für kurzfristige spezielle Aufgaben

Wichtige Anbieter im Vergleich:

Server-hosted VDI erzeugt entgegen ursprünglicher Erwartungen zum Teil höhere Kosten als traditionelle PC-Umgebungen, ist schwierig zu implementieren, die gesamte Infrastruktur ist komplex zu managen und bietet nicht immer die gewünschte Benutzererfahrung, zum Beispiel für Offline-User.

  • Microsoft VDI
  • Citrix XenDesktop 7
  • VMware Horizon View 5.3
  • Mokafive
  • Pano Logic
  • VDI-in-a-box

Microsoft VDI

Techniken wie Shared VHDX, SMB3 als Basis für Shared Storage sowie Disk Deduplication und Tiered Storage Spaces machen die Einführung von VDI einfacher und deren Betrieb günstiger.

Die VDI-Services in Windows Server beruhen auch in Windows Server 2012 und höher auf der gleichen technischen Basis wie die Terminaldienste:

  • Hyper-V Server mit der RD-Virtualization-Rolle
  • Server mit den Rollen RD Connection Broker und RD Session Host im Redirection-Modus
  • optional: RD Web Access und RD Gateway für den webbasierten Zugriff von extern

RDS CAL ja oder nein – wichtige Infos zur VDI Lizenzierung

Immer wieder taucht bei uns die Frage auf, wenn ein Kunde VDI machen möchte, also Client-Virtuelle Maschinen auf dem Server gehostet, ob eine RDS CAL dafür benötigt wird oder nicht.

Daher hier die Liste der Dienste, von denen einer aktiv sein muss, um eine RDS-CAL nötig zu machen:

Eine RDS CAL ist pro Gerät oder Nutzer erforderlich, wenn direkt oder indirekt RDS Funktionen genutzt werden. Dazu gehören Funktionen und Dienste die mit aktivierter Remote Desktop Services Rolle genutzt werden:

  • Remote Desktop Gateway
  • RemoteApp Network Software
  • Remote Desktop Web Access
  • Remote Web Access
  • Remote Desktop Connection Broker
  • Remote Desktop Session Host
  • Remote Desktop Virtualization Host
  • RemoteFX

Um nun technisch festzustellen, ob eine dieser Funktionen genutzt wird, kann im Windows Server geprüft werden, welche Features und Rollen installiert sind:

 

Auch andere Produkte wie VMWare oder Citrix benötigen eine RDS CAL sofern sie diese o.g. Funktionen nutzen.

Geändert am: 22. Juli 2016 von Carola Pantenburg